Die häufigsten Ursachen von Verspannungen:

  • Ob im Auto oder Büro – stundenlanges Sitzen in einer Haltung ist Gift für die Muskeln. Die Schulter- und Nackenmuskulatur hält den Kopf aufrecht. Wenn der stundenlang in nach vorne gestreckter Haltung verharrt, überanstrengt das die Muskeln und sie reagieren mit schmerzhaften Verspannungen.
  • Bei Kälte ziehen sich die Muskeln zusammen – dabei können sie sich verkrampfen. Die häufige Folge: Schmerzen bei jeder Bewegung. Bei kalter Zugluft entstehen Verspannungen darum besonders oft.
  • Das Gehirn bereitet den Körper in einer psychisch belastenden Situation auf Höchstleistungen vor. Die Muskelspannung steigt, die körperliche Leistung bleibt aber aus. So können durch Stress und Angst leicht Schulter- und Nackenverspannungen entstehen.
  • Zähneknirschen kann Auswirkungen auf den gesamten Körper haben. Beim Knirschen verspannen viele Muskeln im Kopf- und Halsbereich – das kann Nackenschmerzen und Migräneattacken auslösen.
  • Das Tragen einer schweren Handtasche führt zu einer einseitigen Belastung, die Verspannungen, Schulter-, Kopf- und Rückenschmerzen auslösen kann.
  • Eine Matratze, die nicht zum Körper passt, kann Verspannungen verursachen. Ist sie zu hart oder zu weich, kann sie Wirbelsäule und Muskeln nicht optimal entlasten. Die richtige Matratze stützt den Körper im unteren Bereich und gibt im oberen Bereich nach.
  • Durch eine falsche Körperhaltung oder einseitige Belastung beim Tennis, Laufen oder Schwimmen können einzelne Muskeln überlastet werden und verspannen.
  • Auf Schmerzen reagiert der Körper mit einer reflexartigen Verhärtung der Muskeln, um sich vor weiteren Verletzungen zu schützen. Nimmt man daraufhin eine Schonhaltung ein, führt das zu weiteren Verspannungen durch die einseitige Haltung.
  • Geschwächte Muskulatur verspannt schon bei geringer Beanspruchung. Zu wenig Bewegung steckt deshalb hinter den meisten Verspannungen.

 

Verspannter Rücken: Das passiert im Muskel

Mit dem Begriff Muskelverspannung wird eine Situation bezeichnet, in der die Grundspannung der Muskulatur („Muskeltonus“) infolge einer dauerhaften Anspannung erhöht ist. In der betroffenen Muskulatur kommt es zu folgenden Veränderungen:

  • Durchblutungsstörungen
  • Sauerstoffunterversorgung
  • Freisetzung schmerzauslösender Substanzen
  • Beeinträchtigung des Abtransports von Abbauprodukten aus dem Stoffwechsel

Der Muskel selbst reagiert mit einer Verkürzung, wird dabei sehr hart und schmerzt. Die verhärtete Muskulatur reizt zudem die Nervenwurzeln und es kommt zu kleinsten Entzündungen (Mikroentzündungen).

Teufelskreis aus Verspannungen, Schmerzen und SchonhaltungTeufelskreis aus Verspannung, Schmerzen, Schonhaltung

Um die Schmerzen zu lindern, nehmen viele Betroffene eine Schonhaltung ein. Tatsächlich erreichen sie damit aber das Gegenteil: Die Verspannungen verstärken sich und die Schmerzen werden schlimmer. So kann ein Teufelskreis aus Verspannungen, Schmerzen und Schonhaltung in Gang kommen. Bleiben die Beschwerden unbehandelt, können die Verspannungen und die Schmerzen chronisch werden. 

Umso wichtiger ist es, rechtzeitig gegen die Schmerzen vorzugehen und die Verspannungen aufzulösen.